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Ab dem frühen
16. Jahrhundert verwendete man die Taiko auch für Theaterstücke. Im
No-Theater wurde dazu die sogenannte Tsuzumi Daiko benutzt, die nicht mit
Stöcken sondern mit den Händen geschlagen wird.
Im 17. Jahrhundert bespannte man dann die Taiko mit der Haut von jungen, 1-2
Jahre alten Pferden.
Diese Taikos wurden in den Kabuki Theaterstücken eingesetzt. Heutzutage werden
immer noch Taikos
mit der Haut von Pferden bespannt, diese sind jedoch sehr teuer, da sie die
beste Qualität darstellen.
Nach 1868 wurde das Rind aus dem Ausland nach Japan eingeführt.
Bis zu
diesem Zeitpunkt war Rindfleisch in Japan unbekannt gewesen. Daraufhin wurde auch
die Taiko mit Rinderhaut
bespannt. Am Besten ist dabei die Haut eines 3-4 jährigen weiblichen
schwarzen Rindes. Diese Taiko klingt
besser, als jene, die mit der Haut eines männlichen Rindes
bespannt worden ist.
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Die heutzutage benutzte Art der Taiko, und die Art und Weise, wie sie gespielt
wird, gibt es seit etwa 1925. Seitdem wird die Taiko hauptsächlich als
Musikinstrument benutzt. Besonders beliebt ist das Spielen der Taiko bei
den vielen öffentlichen japanischen Festen, die im Sommer und Herbst
veranstaltet werden. Die Feste im Sommer werden anlässlich der Feiertage der
japanischen Religionen, dem Buddhismus und dem Shintoismus, gefeiert, z.B. wenn
die Seelen der Verstorbenen in die Häuser zurückkehren. Die Feste im Herbst
sind in der Regel den Göttern als Dank für die Ernte gewidmet.
In den letzten Jahren hat sich das Taiko Trommeln zu einer Kunst
weiterentwickelt.
So werden mittlerweile die traditionellen Rhythmen und Komponenten des Taiko Trommelns mit modernen Komponenten des Rock
und Popmusik oder anderer Stile kombiniert.
Diese Neuentdeckung der Taiko hat zur Gründung vieler neuer Gruppen in Japan
und, nach und nach,
auf der ganzen Welt geführt. Auch in Deutschland gibt es seit einigen Jahren
mehrere Taiko-Gruppen. |
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